Kreistagssitzung 7.12.2012
Freie Wähler, Rainer Gessler, Müllgebühren 2013

– Es gilt das gesprochene Wort –

Herr Landrat, meine Damen und Herren,

die Müllgebühren im Landkreis werden für den Durchschnittshaushalt im Jahr 2013 um 1,4 Prozent auf 146,36 Euro gesenkt. Im Jahr 2012 waren es 5,6 Prozent. In Baden-Württemberg sind die Müllgebühren für den Durchschnittshaushalt von 175 Euro im Jahr 2002 auf 149,67 Euro im Jahr 2012 gesunken. Es ist eher ungewöhnlich, das Gebühren sinken und deshalb umso erfreulicher, gerade auch, wenn man den guten Service und Standard der Abfallwirtschaft im Landkreis für die Bürger im Auge hat.

In der Regel werden die Schlagzeilen von Gebührenerhöhungen beherrscht, wie:

„Höhere Stromkosten machen das Wasser teurer“

Dass es bei uns Gebührensenkungen gibt, ist auch ein Ergebnis der langjährig guten und konstruktiven Zusammenarbeit der Verwaltung und der Gremien, ob AVL oder AUT.

 

Wesentliche Punkte, die den Freien Wählern wichtig und die neu sind in der Abfallwirtschaft 2013:

  • Die weitere Spreizung zwischen Restmüllleerungsgebühren und Biomüllgebühren.
  • Die griffigen Biomüllleerungsgebühren mit 60 Liter 1 Euro, 120 Liter 1,40 Euro und 240 Liter mit 2 Euro eignet sich sicherlich bestens für die Werbetrommel bei der Bioguttonne.
  • Darüber hinaus kommt in 2013 die wöchentliche Leerung im Sommerhalbjahr hinzu – dies bedeutet mehr Komfort für die Bürger – und für den Landkreis mehr Biomüll.
  • Die Verpflichtung zur Biotonne in der Satzung.

Dies sind alles Maßnahmen von denen wir uns versprechen den Biomüllanteil zu erhöhen. Derzeit haben wir immer noch 40 Prozent organischen Anteil im Restmüll.

Meine Damen und Herren, zum Schluss noch die Themen der Abfallwirtschaft, die uns im kommenden Jahr beschäftigen werden.

  • Weitere Erhöhung der Biogutmenge durch eine weitere Reduzierung der Einsammelgebühr, wenn möglich auf Null!
  • Baldige Vergärung des Bioguts, damit die Abfallwirtschaft des Landkreises Ihren Beitrag zur Energiewende leistet.
  • Erhalt der Wertstofferlöse für die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis, damit nicht die Privatwirtschaft die wohlschmeckenden „Rosinen“ – Wertstoffe – heraus picken und der Landkreis nur die saure „Zitrone“, also den Restmüll behält und dann die Gebühren steigen.

Wir stimmen zu und danken den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern!


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